Geographie
Bevölkerung
Geschichte
Sehenswürdigkeiten
Gesetzl. Feiertage
Gastfreundschaft
Geschäftszeiten
Essen & Trinken
Ganzjahresziel Zypern
|
Die Küche Zyperns ist stark von Griechenland beeinflusst, aber wegen der einmaligen Lage der Insel an den Schnittpunkten der Kontinente Europa, Afrika und Asien und wegen der Nähe zum Mittleren Osten kamen Gerichte und Gewürze hinzu, die sie bereicherten und verfeinerten. Die in Zypern übliche Betonung frischer einheimischer Zutaten, die Verwendung regionaler Kräuter und Gewürze, der sparsame Einsatz von natürlichem Olivenöl ist typisch für den mediterranen Charakter der zypriotischen Küche.
Wenn Frische (Stichwort Märkte, s. u.) das eine Merkmal ist, ist Meze das andere. Meze – eine Kurzform von mezedes, „Kleine Delikatessen“ – besteht aus etwa 30 Schälchen mit den unterschiedlichsten Speisen, von leckeren Dips und Gemüsen bis zur üppigen Auswahl von Fisch- und Fleischspezialitäten. Eine Meze ist mehr als eine Ansammlung von hors d’oeuvres, sie ist eine vollständige sorgfältig komponierte Mahlzeit. In Restaurants und Tavernen können Sie entweder Fisch- oder Meeresfrüchte-Meze oder Fleischmeze bestellen.

Zu den Gerichten, die Sie auf den meisten Speisekarten finden, gehören: Loukanika, mit Koriander gewürzte Würste, die in Rotwein eingelegt und geräuchert sind; Koupepia, Weinblätter gefüllt mit Hackfleisch und Reis; Lountza, geräucherter Schweineschinken, oftmals in Sandwiches mit Halloumi serviert; Halloumi ist ein köstlicher Weichkäse, den man gewöhnlich grillt und der aus Schafsmilch (von mit Thymian gefütterten Schafen) hergestellt wird, manchmal ist Halloumi zusätzlich mit Pfefferminze gewürzt; Sheftalia, ein anderes Gericht, besteht aus gegrillten Schweinswürstchen; Stifado wird mit Rind- oder Kaninchenfleisch in einer Kasserolle unter Zusatz von Weinessig, Wein, Zwiebeln und Gewürzen zubereitet; Kleftiko – große Stücke Lammfleisch, die zusammen mit Lorbeerblättern in einem abgedichteten Lehmofen gebacken werden.
Zu den häufigsten Fisch- bzw. Meeresfrüchte-Gerichten gehören Kalamares, Oktopus (Tintenfisch) in Rotwein, Rotbarbe (barbouni, „Red Mullet“) und Meerbarsch. Typische Gemüse-Zubereitungen sind Petersilien-Kartoffeln in Olivenöl, eingelegte Stücke von Blumenkohl und Rote Beete, Zucchini, Kolokasi (ein süßes Kartoffelähnliches Wurzelgemüse) und Spargel.
Natürlich gibt es auch den griechischen Klassiker Taramosalata – ein rosaroter Dip aus Fischrogen in cremiger Sauce mit pürierten Kartoffeln, Petersilie, Zitronensaft und feingehackten Zwiebeln; und es gibt Talatouri, ein mit Minze und Gurkenstücken zubereiteter Joghurt mit einem Hauch Knoblauch – ähnlich dem griechischen Tzatziki.
Griechischer Salat (horiatiki salata, “Dorfsalat”) besteht aus Tomaten, Kopfsalat, Paprika, Schafskäse/ Feta, grünen Oliven und Kräutern; Moussaka ist das traditionelle griechische Gericht aus Hackfleisch, Kartoffeln und Auberginen, mit Bechamel-Sauce überbacken; und schließlich Souvlakia, Kebab aus dem Fleisch von Schwein, Lamm und Huhn.
Das zypriotische Dessert besteht zumeist aus frischem Obst, manchmal serviert mit süßem Gebäck oder in Sirup eingelegten Früchten. Dazu gehören Loukoumades, die Donuts von Zypern mit Honigsirup; Daktyla – „Ladyfingers“ mit Mandeln, Walnüssen und Zimt; Shiamali – ein in Stücke geschnittener Grießkuchen mit Orangen. In den Cafes sind die Snacks Kolokoti, ein mit rotem Kürbis, Getreidecrack und Rosinen gefülltes Gebäck, sowie Pastellaki – ein Riegel aus Sesam, Erdnüssen und Honig – beliebt. Dort kann man auch Galatopoureko – mit Sahnecreme gefüllter Blätterteig – und Loukoumia – Gelatinewürfel mit Rosenwasser, bestäubt mit Puderzucker – bestellen.
|